Montag, 29. Dezember 2008

WORTE

Es sind doch nur Worte,
warum wiegen sie so schwer?
Was verleiht ihnen ihr Gewicht?
Warum tut ihr fehlen so weh?
Warum sieht man ihren Wert erst
wenn man sie nicht mehr hört.
Es sind drei kleine Worte,
und doch halten sie eine Welt in den Fugen.
Worte, die einmal gesprochen
in Erinnerung bleiben.
Sie hallen wider und wider,
doch es ist nicht das selbe,
als wenn man sie hört.
Mit jedem Echo verlieren sie ihre Kraft.
Es sind keine Worte mehr, nur noch Phrasen.
Doch Phrasen können keine Welt in den Fugen halten.
Und dabei waren es doch nur mal Worte...

Dienstag, 9. Dezember 2008

MUSKELSCHWUND

Der Blick ist leer, das lächeln verlernt
das gute Gefühl nur einen Klick entfernt.
Sterne steigen auf und fallen ins leere
Verglühen still in der Atmosphäre

Die Leuchtreklame preist schon den nächsten Helden an
Schlagzeilen schüren immer weiter den Größenwahn.
Glanz und Glamour, nichts als eine große Maskerade
15 Minuten Ruhm, für nichts ist man sich zu schade

Die Kurse steigen, machen uns reich.
Kaufen solang der Vorrat reicht
Mit Weitsicht bis zur nächsten Wand.
An der Garderobe vor der Tür hängt unser Verstand

Entsetzen eingespielt, um den Bilder zu huldigen
alles schreit lauthals nach einem Schuldigen
Die Gesichter sind hart, die Herzen erstarrt
Jeder scheint nur in sich selbst vernarrt

Leere Worte füllen Hallen und reden sich doch raus.
Die Menge schreit Hurra und gibt jubelnden Applaus.
Eine Welt leidet an Muskelschwund
und steht doch so nah am Abgrund.

Freitag, 21. November 2008

Freitag, 17. Oktober 2008

...normal zu leben

Der Versuch ein normales Leben
möglichst anormal zu leben.
Abheben von der Masse,
den Tellerrand verlassen.
"Du musst, Du Sollst, Du kannst doch nicht..."
Die Stimmen klingen, flüstern, lügen mir ins Gesicht.
Unterwandern meine Träume,
stehlen mir Gedankenräume.
Sehe Gestalten, konform, aalglatt, müde und  matt.
Keine Farben, nur Töne von Grau und Schwarz.
Gefangen im Kampf der Systeme,
unterlegen in einer Welt der Extreme.
Der Starke gewinnt bis ein stärkerer kommt.
Der Schwache steckt ein, der Schwächste verstummt.
Sinnfrei, wie ein Clown über den keiner mehr lacht,
ein aufgemaltes Lächeln, dass keinen Sinn mehr macht.
Ein Leben verschenkt,
in einem Film ohne Happy End.
Ein Platz ist noch frei auf der hintersten Bank,
ein Leben gefristet am spielfeldrand.
Die Suche nach dem Sinn
Die Sehnsucht ganz tief drinn,
Augen zu und durchhalten bis zum Schluss
Und dann doch das Wissen, dass da mehr sein muss...

Montag, 29. September 2008














"Lichttragend"

Erwachen

Die Nacht vergeht und verschwindet im Zwielicht.
Sterne verblassen während das wachsende Licht
die Schatten umschliesst und schliesslich zerbricht.
Die Stimmen der Schöpfung erwachen zum Leben, 
begrüssen den Tag und werden vom Licht umgeben.
Ich schliesse die Augen und sammle die Farben, 
laufe, soweit die Füsse mich tragen.
Laufe mit dem Wind um die Wette, 
atme ein und sprenge die Ketten.
Ein Augenblick der vergeht und doch die Welt bedeutet
Mit Frieden, still und doch voller Lebensfreude...

Dienstag, 9. September 2008

...nähm ich Flügel der Morgenröte














und flöge zum äussersten Meer...

Kinderaugen

Die Welt mit den Augen eines Kindes sehn.
Den Moment leben, statt versuchen ihn zu verstehn.
Die Welt mit einem Augenzwinkern zu seinem Spielplatz machen,
weinen und ein paar Sekunden später wieder fröhlich lachen.

Das Wunderschöne in jedem Kieselstein zu finden.
Die Augen zuhalten und einfach verschwinden.
Die Welt erkunden und nicht an morgen denken,
vorbehaltlos ein Lächeln schenken.

Springen und darauf vertrauen dass einen jemand fängt, 
sich nicht fragen:"Warum?" wenn jemand einem was schenkt.
Friedlich einschlafen in Papas Arm, 
um am Morgen die Welt mit offenen Augen anzustarrn.

Die Welt so sehn wie sie ist, 
schön im Detail und nicht im ganzen schlecht.

Montag, 8. September 2008

Zeitreise

Zurück zum Anfang, nochmal von vorn´
Das Ziel ist zum Startpunkt geword´n
Der Weg hat die Richtung geändert,
Das Schicksal hat sich gewendet.
Ein letzter Satz, ein Blick zurück.
Dann die Kehrtwende zum Eröffnungsstück.
Der Vorhang fällt, die Lichter gehn an,
ein Dejavue am Bühnenrand.

Tage vergehn, Erinnerungen bleiben.
Die schönsten davon ins Tagebuch schreiben.
Schließe die Augen beginne die Reise
zu den Momenten der Gedankenschneise.
durch die Wirren der Zeit, das Ziel ist der Start
Öffne die Augen, bin wieder in der Gegenwart.

Die Summe der Momente ergibt ein Leben,
die Guten, die Schlechten, die Sonne, der Regen.
Die die in Erinnerung bleiben
sind meisst die großen, nicht die kleinen.
Die Augenblicke, die Stunden, Minuten, Sekunden,
die Verluste, die Siege und Ehrenrunden.
Ein Lebenslauf am Stück und ohne Pause
durchatmen, verschnaufen, das Ziel ist Zuhause.