Dienstag, 9. Dezember 2008

MUSKELSCHWUND

Der Blick ist leer, das lächeln verlernt
das gute Gefühl nur einen Klick entfernt.
Sterne steigen auf und fallen ins leere
Verglühen still in der Atmosphäre

Die Leuchtreklame preist schon den nächsten Helden an
Schlagzeilen schüren immer weiter den Größenwahn.
Glanz und Glamour, nichts als eine große Maskerade
15 Minuten Ruhm, für nichts ist man sich zu schade

Die Kurse steigen, machen uns reich.
Kaufen solang der Vorrat reicht
Mit Weitsicht bis zur nächsten Wand.
An der Garderobe vor der Tür hängt unser Verstand

Entsetzen eingespielt, um den Bilder zu huldigen
alles schreit lauthals nach einem Schuldigen
Die Gesichter sind hart, die Herzen erstarrt
Jeder scheint nur in sich selbst vernarrt

Leere Worte füllen Hallen und reden sich doch raus.
Die Menge schreit Hurra und gibt jubelnden Applaus.
Eine Welt leidet an Muskelschwund
und steht doch so nah am Abgrund.

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